Berlin, 11.02.2016

 

 

Pressemitteilung

 

Ägyptisches Außenministerium

 

Der Sprecher des ägyptischen Außenministeriums,
Botschafter Ahmad Abu Zeid, äußerte sein tiefes Bedauern über den Tod des italienischen Studenten Guilio Regeni in Ägypten. Er drückte der Familie und Angehörigen sein tiefes Beileid aus. Eine solche Tat sei nicht akzeptabel. Er bekräftigte, dass Ägypten sich einer umfänglichen und transparente Aufklärung des Verbrechens, einer Bestrafung und einer größtmöglichen Kooperation mit der italienischen Seite verpflichtet sieht.  

 

Er äußerte Verständnis über den großen Schock und die tiefe Trauer über den gewaltsamen Tod des italienischenStudenten Giulio Regeni in Italien.  Dennoch seien die Ermittlungsergebnisse abzuwarten, bevor man sich in Spekulationen über mögliche Täter ergehen sollte. Niemandem, auch den Angehörigen des Toten, sei mit verfrühten Schuldzuweisungen geholfen. Alle Versuche, ägyptische Behörden ohne vorliegende Beweise zu beschuldigen, behindern die sorgfältige Aufklärung der Tat. Abu Zeid zeigte sich überrascht, dass solch haltlose Spekulationen selbst aus akademischen Kreisen kämen, die sich doch eigentlich mit bedachter Rede und sorgfältiger Argumentation auskennen sollte.

 

Der Sprecher weist entschieden Behauptungen zurück, der junge Student Giulio Regeni sei von ägyptischen Behörden verschleppt und/oder gefoltert worden. Damit würden die Tatsachen verzerrt und die ägyptischen Behörden bewusst in Mißkredit gebracht.

 

Er fügte hinzu, dass der nationaleMenschenrechtsrat in seinen letzten Berichten bestätigt hat, dass sich die Mehrheit der in Medien und im Internet behaupteten Fälle von politischer Entführung der letzten Zeit als unwahr erwiesen haben. Er versicherte, dass die ägyptischen Behörden mit dem ägyptischen Menschenrechtsrat in allen diesen Fällen um Zusammenarbeit bemüht sind.

 

Er versicherte zudem, dass die ägyptische Regierung sich verpflichtet sieht, gegen jeden einzelnen, der sich der Folter schuldig macht, entschlossen vorzugehen. Zur Zeit laufen verschiedene Ermittlungsverfahren gegen mutmaßliche Folterer. Ägypten toleriert hier keine Nachsicht, auch nicht in Einzelfällen. Folter ist nach der ägyptischen Verfassung ein Verbrechen, das nicht verjährt.  

 

 

 

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