Berlin, 01.12.2015

 

 

Pressemitteilung

 

 

Auszüge der Rede des ägyptischen Präsidenten AbdelFatah Al Sisi auf dem  Klimagipfel in Paris

 

 

Zum Auftakt seiner Rede bei der Klimakonferenz am 30. November 2015 in Paris dankte Al Sisi dem französischen Staatspräsidenten Francois Holland für den freundlichen Empfang und die hervorragende Organisation der Konferenz. Er sprach der französischen Führung und dem französischen Volk sein aufrichtiges Beileid wegen der Opfer der Terroranschläge in Paris aus.

Er verurteilte diese Anschläge erneut und brachte die volle Solidarität Ägyptens mit Frankreich im Kampf gegen den Terrorismus in all seinen Formen zum Ausdruck. Ersagte: „Wir treffen heute an einem entscheidenden Punkt zusammen: Die Weltsteht vor wachsenden Herausforderungen, vor allem der Ausbreitung desTerrorismus. Dies erfordert die internationale Solidarität, um die Hoffnungenunserer Völker auf sicheres und stabiles Leben zu erfüllen. Auch dieHerausforderungen des Klimawandels bedürfen eines internationalen, ehrgeizigen und ausgewogenen Abkommens.“
 

Er hat darauf hingewiesen, dass alle Anwesenden vor wenigen Monaten beim New York Gipfel eine ehrgeizige Agenda zur Verwirklichung einer nachhaltigen Entwicklung und zurBeseitigung der Armut vereinbart haben. Er betonte, dass alle bisherigenAnstrengungen in dieser Hinsicht nur durch das Erreichen eines internationalenAbkommens gegen den Klimawandel und des erwünschten Ausgleiches zwischen wirtschaftlichem Wachstum und Klimaschutz zum Erfolg gebracht werden können. Nur so ergäben sich beste Bedingungen zu internationalem Frieden undSicherheit.  

 

Er erklärte, dass Ägypten eine konstruktive Rolle in den verschiedenen Verhandlungsrunden über den Klimawandel wie auch bei dieser Konferenz spielen wolle. Es ist verantwortlicher Vertreter des afrikanischen Kontinents und betont die Einheit der afrikanischenVölker. Alle afrikanischen Länder sprechen mit einer Stimme, um die Interessen des Kontinents zu verteidigen und Wohlstand für das afrikanische Volk zu erreichen. Er wies daraufhin, dass Afrika weltweit am wenigsten schädliche Stoffee mittiert und dennoch am stärksten unter den Folgen des Klimawandels zu leiden hat. Darum solle jedwede Maßnahme, die mit den entwickelten und den unterentwickelten afrikanischen Ländern vereinbart wird, flexibel angepasst werden können.

 

Er fuhr fort, Afrika strebe nach gerechten und klaren Zielvereinbarungen, worauf sich alle Länder verpflichten sollen und worauf die unterschiedliche Lastenverteilung von Industrieländern und Entwicklungsländer gestützt werden kann. Sie sollen im Rahmen der gemeinsamen Verantwortung zur Begegnung des Klimawandels und gemäßden Prinzipien des UNO-Rahmenabkommens zum Klimawandel gefasst werden. Es sei inakzeptabel, dass man nur auf das Thema der Schadstoffemissionen konzentriert sei, ohne andere Bereiche zu berücksichtigen, wie etwa die Verstärkung der Anpassungsfähigkeiten der Entwicklungsländer an den Klimawandel, die Finanzierung, technische Unterstützung und moderne Technologie.

 

Es sei wichtig, dass die Vereinbarung das Ziel der stärkeren Anpassungsfähigkeit enthält und dass eine maximale Erderwärmung von 1,5 Grad Celsius vereinbart wird. Auch dürfe die Vereinbarung nicht die Verantwortung für die Verringerung der Schadstoffemissionen von den Industrieländern auf die Entwicklungsländer abwälzen. Er erklärte, dass ein jüngst veröffentlichter Bericht desUN-Klimaprogramms eine Finanzierungslücke bei der Anpassung an den Klimawandel in Afrika von nicht weniger als 12 Milliarden Dollar pro Jahr bis zum Jahr 2020 bestätigt hat. Diese Lücke könnte weiter wachsen, fürchtet Al Sisi. Darum sei es wichtig, dass die Vereinbarung 100 Milliarden Dollar pro Jahr für dieEntwicklungsländer bis 2020 beinhalte. Ab 2020 solle diese Summe verdoppelt werden.

 

Er hat die internationale Gemeinschaft aufgerufen – die Regierungen, den privaten Sektor und die internationalen Organisationen – alle Unterstützung zu zwei umfassenden Initiativen zu leisten, welche der afrikanische Kontinent ergriffen hat. Eine dieser Initiative zielt auf erneuerbare Energie in Afrika; die andere verstärkt die afrikanischen Anstrengungen zur Anpassung an den Klimawandel.

 

Er hat die internationale Gemeinschaft aufgerufen, die afrikanischen Bemühungen in diesen Bereichen zu unterstützen. Ägypten wie auch die afrikanischen Länder haben ihr Engagement mit nationalen Plänen und Aktionen angeboten. Ägypten hat vor der Konferenz einen umfassenden nationalen Plan für nachhaltige Entwicklung bis 2030 ins Leben gerufen.

 

Am Ende betonte er, dass ausreichende Kapazitäten der Entschlossenheit, der Solidarität und Weisheit bereitstehen, um die Schwierigkeiten und enormen Herausforderungen zu bewältigen. Es könnten historische Leistungen auf dem Gebiet der internationalen Entwicklungsarbeit erreicht werden, um eine bessere Zukunft für die neuen Generationen aller Völker zu gewährleisten. 

 

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